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Josera Siliermittel / Ratgeber / Maissilage – was gilt es zu beachten?

Maissilage – was gilt es zu beachten?

Auch dieses Jahr muss der Mais wieder in das Silo gebracht werden. Dabei ist es wichtig, dass die Silage kühl und frisch bleibt, denn Kühe brauchen keine warme Mahlzeit.
Was es bei der Maisernte zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

Inhaltsverzeichnis – Folgende Themen erwarten Sie:

 

Die Reifeentwicklung von Maispflanzen

Maissilage ist eine ideale energiebetonte Ergänzung zur Grassilage.

Eine qualitativ hochwertige Maissilage ist schmackhaft und erhöht die Grundfutteraufnahme, außerdem kombiniert sie einen guten Rohfasergehalt mit einem hohen Energiegehalt.

Um das optimale Reifestadium der Maispflanze bestimmen zu können, muss man den Entwicklungsstand auf dem Feld kennen. Die Abreife richtet sich dabei nach dem Saattermin, der Reifegruppe (Sorte) und der Witterung.
Je nach Wetter kann der TS-Gehalt der Pflanze bis zu einem halben Prozent pro Tag zunehmen. Deshalb ist der richtige Erntezeitpunkt jedes Jahr unterschiedlich. Angestrebt werden sollte ein Trockensubstanzgehalt der Maispflanze von 30 – 35 %; der Kolben-TS sollte bei 50 – 60 % liegen.

 

Die Reifeentwicklung von Maispflanzen in drei Stufen:

  1. Milchreife
  2. Teigreife
  3. Körnerreife

Einen Anhaltspunkt hierfür bietet die Entwicklung des Korns bzw. die sogenannte „milk line“. Sie trennt den flüssigen vom festen Teil des Korns. Der feste Teil des Korns sollte bei der Silierreife die Hälfte bzw. zwei Drittel des Korns einnehmen (Beginn bis Mitte Teigreife). Die Korn-TM liegt dann bei 63 bis 64 % und der TM-Gehalt im Kolben ist zwischen 45 und 55 % anzusetzen. Jedoch kann die Kornreife aufgrund der unterschiedlichen Reifeprozesse von Korn und Restpflanze nur eine Orientierungshilfe bei der Ermittlung des optimalen Erntezeitpunktes von Silomais darstellen.
Der Trockenmassegehalt der Restpflanze sollte 24 % nicht übersteigen, so dass nicht zu viel unverdauliche Rohfaser eingelagert wird und damit die Verdaulichkeit sinkt. Daraus ergibt sich ein Trockensubstanzgehalt der Gesamtpflanze von 30 -35 %. Sorten mit langsamer Restpflanzenabreife erreichen erst im Bereich von 37 bis 38 % TM-Gehalt in der Ganzpflanze ihr Optimum.

Zielwerte einer optimalen Maissilage:

  • 30 - 35 % Trockenmasse der Gesamtpflanze
  • 70 - 90g / kg TM Rohprotein
  • 170 – 200 g / kg Rohfaser
  • über 6,5 MJ NEL / kg TM
  • über 300g / kg TM Stärke und Restzucker
  • 35 – 40 % NDF i. d. TM

Der richtige Erntezeitpunkt

 

Die Ernte im empfohlenen Stadium „Teigreife“ bringt die meisten Vorteile.
Durch gute Verdichtung und genügend vergärbare Substanzen (Stärke, Zucker) wird eine zügige Milchsäuregärung erreicht. Das Ergebnis ist eine schmackhafte und energiereiche Maissilage. Diese gilt es durch den Einsatz eines heterofermentativen Siliermittels nun bestmöglich vor aerobem Verderb durch Hefen und Schimmelpilze zu schützen.

Was passiert bei einer zu frühen Ernte?

Eine zu frühe Ernte führt zu niedrigeren Erträgen. Durch mangelnde Stärkeeinlagerung ist der Energiegehalt reduziert. Außerdem können höhere Konservierungsverluste durch Gärsaft entstehen.

Was passiert bei einer zu späten Ernte?

Eine zu späte Ernte dagegen bringt Probleme beim Befüllen und Verdichten im Silo. Die harten, zu trockenen Pflanzenteile lassen sich schlechter verdichten. Die Gefahr von Nacherwärmung und Schimmelbildung ist höher. Gerade auch, weil abgestorbene Pflanzenteile mit schädlichen Mikroorganismen (Hefen) behaftet sind, besonders bei frostgeschädigte Pflanzen.

Lösungen für eine perfekte Ernte

Geringere TS-Gehalte führen zu Sickersaft und können den Silierprozess verzögern. Dies hat insgesamt Nährstoffverluste zur Folge. Hier hilft der Einsatz von Josilac combi. Das biologische Siliermittel beschleunigt die pH-Wert Absenkung und vermindert so die Nährstoffverluste und die Vermehrung von Gärschädlingen. Gleichzeitig sorgen heterofermentative Milchsäurebakterien für eine gute Stabilität der Silage.

Liegt der TS-Gehalt über dem Zielwert, so steigt die Gefahr der Nacherwärmung, besonders auch im Zusammenhang mit einer schlechteren Verdichtung. Dies bedeutet ebenfalls Energieverluste und damit sinkende Schmackhaftigkeit und Verdaulichkeit. Josilac ferm und Josilac extra unterbinden hier die Entwicklung von Hefen und Schimmel und stabilisiert so eine nährstoffreiche und schmackhafte Maissilage

Die optimale Siliertechnik

Häcksellänge

Gerade im Bereich der Silobefüllung gibt es wichtige Punkte, die beachtet werden sollten. Wenn genügend Mais auf dem Feld steht, macht es Sinn über eine größere Schnitthöhe nachzudenken. Durch einen geringeren Stengelanteil in der Silage lässt sich der Energiegehalt erhöhen.
Die optimale Häcksellänge liegt im Bereich von 5 – 8 mm (theoretische Häcksellänge). Sie hängt vor allem vom Reifegrad der Pflanze ab. Je höher der TS-Gehalt ist, desto kürzer sollte gehäckselt werden, um eine gute Verdichtung zu gewährleisten. Allerdings besteht bei zu geringer Häcksellänge die Gefahr die Strukturwirkung der Maissilage in der Ration negativ zu beeinflussen. Kontrolliert werden muss auch die Einstellung des Korncrackers, denn nur angeschlagene Maiskörner können von der Kuh au

ch verdaut werden.

Verdichten

 

Das A und O ist beim Silieren das Verdichten im Silostock. Hierbei ist es wichtig, dass der Walzschlepper und nicht der Häckslerfahrer auf dem Feld die Befüllgeschwindigkeit bestimmt.
Als Orientierungsgröße gilt eine Lagerdichte von über 250 kg / TS pro m3 Silage. Erreicht wird dies durch eine max. festzufahrende Schichthöhe von 20 – 30 cm (gleichmäßig auf die ganze Silolänge abkippen). Das Gewicht des Walzfahrzeuges sollte ungefähr ein Drittel der Bergeleistung pro Stunde betragen. Bei den heutigen Häckslerleistungen ist es oft sinnvoll zwei Walzschlepper einzusetzen oder zwei Silos gleichzeitig zu befüllen.

Der Silierprozess braucht Zeit. Deswegen sollte das Silo erst nach min. 6 Wochen geöffnet werden. Bei der Entnahme muss ein „Auflockern“ des Silostocks vermieden werden. Grundsätzlich muss die Silogröße auf den Tierbestand abgestimmt sein. Nur so kann durch genügend Vorschub der Nacherwärmung vorgebeugt werden. Ziel im Sommer ist ein Vorschub von 2,5 m pro Woche.

Der Einsatz von Josilac® in der Maisernte – ein Video über den praktischen Einsatz